Ritter Lean macht Rückzieher: “Knast ist kein Joke”
Ritter Lean wollte wegen Schwarzfahrens freiwillig in Haft gehen, um ein Statement zu setzen. Jetzt hat der Rapper seine Meinung geändert und erklärt: „Knast ist kein Joke“.
Ritter Lean wollte wegen Schwarzfahrens freiwillig in Haft gehen, um ein Statement zu setzen. Jetzt hat der Rapper seine Meinung geändert und erklärt: „Knast ist kein Joke“.
Vor ein paar Tagen hatte Ritter Lean noch angekündigt, freiwillig für einige Tage ins Gefängnis zu gehen. Hintergrund ist eine Strafe wegen mehrfachen Schwarzfahrens. Statt die Geldstrafe zu zahlen, wollte er die Ersatzfreiheitsstrafe absitzen - auch, um auf das Thema aufmerksam zu machen. Jetzt ist allerdings klar: Daraus wird doch nichts. In einem Statement auf Instagram hat der Rapper erklärt, dass er seine Entscheidung nochmal überdacht hat. Vor allem die Reaktionen seiner Community und die Sorgen seiner Mutter haben ihn beschäftigt.
Den endgültigen Reality-Check hat es dann offenbar direkt vor Ort gegeben. Ritter Lean erzählt, dass er bereits an der JVA gewesen ist, wo er eigentlich sechs Tage hätte verbringen sollen. Dort habe ihn dann doch die Angst gepackt. „Als ich gestern vor der JVA stand, ist, um ehrlich zu sein, auch nochmal echt gut Angst dazugekommen. Knast ist kein Joke.“ Kurz danach hat er die Strafe bezahlt und sich gegen die Haft entschieden.
Mit seiner ursprünglichen Aktion wollte der Rapper darauf aufmerksam machen, dass Schwarzfahren in Deutschland keine einfache Ordnungswidrigkeit ist. Wer mehrfach ohne Ticket erwischt wird und die Strafen nicht zahlen kann, riskiert tatsächlich eine Haftstrafe. Jedes Jahr müssen deshalb mehrere Tausend Menschen eine sogenannte Ersatzfreiheitsstrafe absitzen. Gleichzeitig kostet ein Hafttag den Staat laut Schätzungen zwischen 150 und 200 Euro. Ritter Lean meint selbst, dass er grundsätzlich privilegiert genug ist, die Strafe zahlen zu können. Genau deshalb hat er zeigen wollen, wie hart das System für Menschen sein kann, die dieses Privileg eben nicht haben.
Unter seinem ursprünglichen Post bekam Ritter Lean zwar viel Support, allerdings fanden manche User die Aktion auch etwas zu performativ. Einige haben kritisiert, dass freiwillig in den Knast zu gehen etwas anderes ist, als wirklich aus finanzieller Not dort zu landen. In seinem Update schreibt der Rapper jetzt auch selbst, dass er sich die Kritik zu Herzen genommen hat und sein ursprünglicher Post „nicht besonders gut gealtert“ ist.
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