Mine geht viral und nimmt deutsche Musikstars auseinander
Mine löst mit viralen Lipsync-Reactions viele Diskussionen aus. Die Sängerin greift problematische Aussagen und Lyrics von Künstlern wie Cro, Prinz Pi und Udo Lindenberg auf.
Mine löst mit viralen Lipsync-Reactions viele Diskussionen aus. Die Sängerin greift problematische Aussagen und Lyrics von Künstlern wie Cro, Prinz Pi und Udo Lindenberg auf.
Eigentlich kennt man Mine vor allem als Musikerin zwischen Indie, Pop und Elektro. Doch aktuell sorgt die Sängerin mit etwas ganz anderem für Aufmerksamkeit: ihren trockenen Lipsync-Reactions auf problematische Aussagen von Männern aus der Musik- und Medienwelt. Das Prinzip ist simpel und genau deshalb funktioniert es so gut. Mine klappt ihren Laptop auf, dreht den Bildschirm Richtung Kamera und spricht dabei völlig regungslos sexistische Aussagen oder fragwürdige Songzeilen mit. Ohne große Kommentare. Ohne Drama. Aber mit maximaler Wirkung.
Die ersten Clips haben sich noch um Aussagen von Reality-TV-Personality Aleks Petrovic gedreht. Inzwischen hat Mine ihren Fokus aber längst auf die deutsche Musikszene ausgeweitet. Und da findet sich offenbar einiges an Material. Von alten Interviews bis hin zu Songtexten nimmt sie Künstler auseinander, deren Aussagen heute mindestens fragwürdig wirken oder schon damals komplett daneben waren.
Vor allem zwei Videos sorgen gerade massiv für Reichweite: ihre Reactions zu Cro und Udo Lindenberg. Bei Cro greift Mine unter anderem eine ältere Passage auf, in der er über Frauen spricht und Begriffe wie „Instagram-Hoes“ benutzt. Während sie die Zeilen mit ernster Miene lipsynct, wirkt der Clip fast unangenehm ruhig, genau das macht ihn für viele so stark. Noch größer ist die Reaktion bei ihrem Udo-Lindenberg-Video ausgefallen.
Mine hat dabei den Song „Nina“ aus dem Jahr 1976 in den Fokus genommen. Darin singt Udo Lindenberg über eine 14-Jährige, während er selbst damals bereits 30 Jahre alt gewesen ist. Besonders die Zeilen: „Nina, schade, dass du noch nicht sechzehn bist“ lösen aktuell wieder Diskussionen aus. Durch Mines Video wird der alte Song gerade neu eingeordnet und auf Social Media heftig diskutiert.
In einem Interview hat Mine inzwischen auch selbst erklärt, warum sie die Videos macht. Dort hat sie gesagt: „Keine Frau würde sich trauen, so etwas zu sagen.“ Viele feiern genau das an ihren Clips: Sie kommentiert die Aussagen nicht groß, sondern hält Künstlern einfach nur ihre eigenen Worte vor.
Trotz des ganzen Viral-Hypes bleibt Mine natürlich weiterhin Musikerin. Für November 2026 hat sie bereits eine große Tour angekündigt. Außerdem erscheint mit „KILLER“ bald ihr neues Album, der Nachfolger ihrer 2024 veröffentlichten Platte „BAUM“. Die dazugehörige „KILLER Tour 2026“ soll durch ganz Deutschland gehen.
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