Frau am Laptop arbeitet draußen am Tisch mit Kreditkarte in der Hand
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Geschäftskonten im Wandel

Sidehustle oder Startup

Attraktive Zinsen und neue Angebote: Erfahre, warum sich Geschäftskonten für Startups und Sidehustles lohnen und worauf du bei der Auswahl achten solltest.

Warum der Zinskampf um Geschäftskonten jetzt Gründern nützt

Egal, ob es sich um ein ambitioniertes Startup oder ein nebenberufliches Projekt handelt, es gibt immer mehr Leute, die sich für den Schritt in die Selbständigkeit entscheiden. Hierbei rücken dann nicht nur Dinge wie Geschäftsideen und Finanzierung ins Blickfeld, denn es geht genauso auch um alltägliche Dinge wie etwa das Finden eines passenden Geschäftskontos. Gerade auch in den vergangenen Monaten hat sich rund um angebotene Geschäftskonten viel geändert. Denn immer mehr Banken und Finanzunternehmen haben Geschäftskunden für sich entdeckt und versuchen, in diesem Bereich unter anderem über attraktive Guthabenzinsen neue Kundinnen und Kunden zu gewinnen.

Es gibt eine neue Dynamik rund um Geschäftskonten

Banken werben zunehmend mit hohen Zinsen um Geschäftskonten. So das Fazit von Daniel Franke, dessen Redaktion unter anderem das Fachportal Tagesgeld.de betreut, und der in diesem Zuge mit Angeboten von 3,50 Prozent pro Jahr beim ING Extra-Konto Business bis 5,00 Prozent pro Jahr beim neuen Finom Zinskonto konfrontiert wird. "Der Kampf der Banken um Geschäftskunden wird zunehmend interessanter, denn im Vergleich zu einem Privatkunden sind bei ihnen die mittelfristigen Ertragspotenziale deutlich größer, die Bank kann mit ihnen mehr Geld verdienen.", so Franke.

Diese Entwicklung verdeutlicht, dass sich die Bedeutung eines Geschäftskontos stark verändert hat. Solche geschäftlichen Konten dienen schon lange nicht mehr nur der Abwicklung von Zahlungen in beide Richtungen, sondern spielen beispielsweise auch beim Liquiditätsmanagement innerhalb eines Unternehmens eine Rolle.

Warum können gerade Gründer profitieren

Bei Gründern ist eine vorhandene Liquidität nicht selten ein besonders kritischer Faktor. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass Einnahmen und Ausgaben gerade auch in der Startphase häufig nicht gleichmäßig verlaufen. Hier kann ein überzeugendes Geschäftskonto mit einer attraktiven Verzinsung auf vorhandenes Guthaben helfen, auch mal kurzfristig nicht benötigte Gelder mit einer attraktiven Verzinsung zwischenzuparken.

Gerade für Sidehustles die neben einer vorhandenen Festanstellung wachsen sollen, können an dieser Stelle profitieren. Denn hier kommt es nicht selten zu kleineren Rücklagen, die nicht immer direkt reinvestiert werden und vielleicht auch mal eine ganze Weile auf dem Geschäftskonto liegen bleiben. Werden diese Geldbeträge verzinst, dann kann auf diese Weise auf längere Sicht zusätzlicher finanzieller Spielraum entstehen. Bei Bedarf kann man aber auch schnell per sicherem Online-Shopping wichtige Dinge für das eigene Geschäft bestellen.

Wobei auch Startups sicher ein verzinstes Geschäftskonto gut gebrauchen können. Hier können zum Beispiel Gelder zwischen der Finanzierungsphase und der tatsächlichen Verwendung auf dem verzinsten Geschäftskonto kleine zusätzliche Erträge erzielen.

Unterschiede bei Anbietern von Geschäftskonten

Geschäftskonten sind allerdings nicht immer gleich aufgebaut. Denn während klassische Banken gerade auch im Geschäftskundenbereich auf einen möglichst umfassenden Service setzen, punkten moderne Fintech-Unternehmen vor allem mit flexiblen Modellen und digitalen Lösungen.

Die Unterschiede gibt es aber nicht nur bei den Funktionen, denn auch bei den Zinssätzen gibt es zwischen verschiedenen Anbietern auch immer wieder unterschiedliche Zinssätze. Hierbei koppeln viele Anbieter besonders attraktive Zinsen bei einem Geschäftskonto auch gerne an bestimmte Bedingungen. Hierbei kann zum Beispiel ein gewisses Mindestguthaben gefordert sein oder immer wieder gibt es auch nur besondere Aktionszeiträume mit speziellen Zinskonditionen.

Darüber hinaus können bei Geschäftskonten aber auch Gebühren eine wichtige Rolle spielen. Denn auch ein Konto mit hohen Guthabenzinsen kann schnell deutlich weniger attraktiv sein, wenn dafür überdurchschnittliche Kontoführungsgebühren anfallen. Deshalb sollte man vor der Entscheidung für ein neues Geschäftskonto auch unbedingt immer einen ganzheitlichen Blick auf Nutzen und Kosten werfen.

Sidehustle und Startup haben unterschiedliche Bedürfnisse

Je nach eigenem Geschäftsmodell können die Anforderungen an ein Geschäftsmodell sehr unterschiedlich ausfallen. Wenn man einen Sidehustle betreibt, dann will man meistens eine kostengünstige und einfache Lösung bei einem Geschäftskonto, die man gut in den Alltag integrieren kann. Hierbei spielen dann häufig vor allem niedrige Gebühren und eine gute Übersichtlichkeit beim Konto eine entscheidende Rolle

Ambitionierte Startups haben dagegen häufig von Anfang an größere Anforderungen. Dadurch soll ein passendes Geschäftskonto beispielsweise über geeignete Schnittstellen zur eigenen Buchhaltungssoftware und nicht selten auch über mehrere Benutzerzugänge verfügen. Bei solchen Ansprüchen kann wiederum ein Geschäftskonto mit erweiterten Funktionen wichtig sein, auch wenn dieses vielleicht mit höheren Kosten verbunden ist.

Aufgrund der zahlreichen Banken und Fintech-Unternehmen gibt es aber mittlerweile so viel Wettbewerb unter den Anbietern, dass man trotzdem durchaus von interessanten Konditionen profitieren kann. Zusammenfassend gilt es aber, sich vor der Entscheidung für ein neues Geschäftskonto umfassend zu informieren und alle aus eigener Sicht wichtigen Punkte zu erörtern.

Dieser Artikel entstand in Kooperation mit unseren externen Redakteuren.