Farid Bang
IMAGO / Maximilian Koch
Farid Bang
Vom Deutschrap-Beef zur späten Freundschaft

Farid Bang blickt auf komplizierte Beziehung mit Xatar

Farid Bang spricht in der Xatar-Doku über ihre frühere Rivalität, Deutschrap-Beefs und wie aus Konkurrenz doch noch Freundschaft geworden ist.

Rückblick in der Doku

In der Dokumentation „Xatar – Ein Leben ist nicht genug“ spricht Farid Bang offen über sein Verhältnis zu Xatar und das war lange alles andere als entspannt. Zu sehen ist unter anderem, wie Farid an einem Part für das kommende posthume Album arbeitet. Dabei wird schnell klar: Die Vergangenheit der beiden ist komplex, aber längst aufgearbeitet.

Rivalität zwischen zwei Camps

Farid beschreibt, dass die Beziehung über Jahre schwierig gewesen ist, vor allem wegen der Spannungen zwischen seinem Label Banger Musik und Xatars Crew Alles oder Nix Records. Diese Konkurrenz hat damals zu mehreren Beefs innerhalb der Szene geführt. Im Zentrum hat dabei vor allem der Konflikt zwischen Xatar und KC Rebell gestanden, der zu dieser Zeit bei Banger Musik gesignt gewesen war. Laut Farid haben dabei oft Missverständnisse und äußere Einflüsse eine große Rolle gespielt.

„Nie wirklich persönlich“

Trotz allem betont Farid Bang, dass es zwischen ihm und Xatar nie ein tiefgehendes persönliches Problem gegeben hat. Im Gegenteil: Die beiden hatten sich bereits vor Xatars Haftzeit gekannt und hatten schon damals ein freundschaftliches Verhältnis. Um das Ganze zu erklären, zieht Farid einen Vergleich aus dem Boxsport: Zwei Kämpfer, die sich im Ring gegenüberstehen, können sich nach einem harten Fight trotzdem respektieren oder sogar näherkommen.

Freundschaft kam erst später

Dass aus dieser schwierigen Ausgangslage am Ende echte Freundschaft geworden ist, ist laut Farid erst in den letzten Jahren passiert. Mit etwas Abstand zur alten Konkurrenz hat sich ein neues Verhältnis entwickelt, entspannter, reflektierter und ohne den früheren Druck. Auch musikalisch hat Farid das verarbeitet: Auf dem Track „4:43“ aus seinem kommenden Album „So muss man gehen“ rappt er über die gemeinsame Vergangenheit und spricht davon, dass beide „aufeinander aufgehetzt“ wurden, als Geld und Erfolg ins Spiel gekommen sind.

Kaum gemeinsame Musik

Interessant: Trotz ihrer langen Geschichte gibt es nur einen offiziellen gemeinsamen Track. Auf „Attrappen“ waren Farid Bang und Eko Fresh bereits 2012 auf Xatars Debütalbum „Nr. 415“ zu hören. Umso bedeutungsvoller wirkt jetzt die erneute Zusammenarbeit im Rahmen von Xatars posthumem Album, fast wie ein spätes Kapitel, das die Geschichte abrundet.

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