Spontanität. Ein furchtbar aufregendes Wort, findest du nicht auch? Du schlenderst an einem trüben Dienstag durch die Berliner Straßen, hast plötzlich diesen impulsiven, kleinen Gedanken im Kopf und keine zwei Stunden später trägst du ein blitzendes neues Schmuckstück auf der Haut. Dieser sogenannte Walk-in-Hype ist in der Hauptstadt aktuell massiv spürbar. Gefühlt will niemand mehr wochenlang auf Termine warten. Aber ist „einfach mal schnell stechen lassen“ wirklich eine so clevere Idee?
Wir haben uns jemanden geschnappt, der diesen rasanten Trend nicht nur von außen beobachtet, sondern tagtäglich lebt:
Adam vom BEAUTYRELLA Piercing & Beauty Studio. Und der Mann hat wirklich einiges zu erzählen.
Frage: Adam, schön, dass du dir zwischen zwei Terminen kurz Zeit für uns nehmen konntest. „Walk-in Piercing Berlin“, das ist aktuell gefühlt einer der meistgesuchten Begriffe im Netz. Die Leute wollen alles sofort. Kommen die Kunden heute wirklich einfach direkt von der Straße auf den Behandlungsstuhl?
Adam: Absolut, das ist momentan der pure Wahnsinn. Dieses klassische Piercing ohne Termin ist bei uns extrem gefragt. Die Hemmschwelle bei den Leuten ist einfach spürbar gesunken. Man entscheidet das heute oft aus einem Bauchgefühl heraus. Aber, und das ist mir wirklich wahnsinnig wichtig zu betonen, diese Spontanität darf niemals, wirklich niemals, auf Kosten der Qualität gehen. Wir sind jetzt seit 15 Jahren ein fest etabliertes Studio in der Piercing- und Tattoo-Szene. Sowohl hier bei Beautyrella als auch drüben bei unserem Partnerstudio Most Wanted. Und bei uns gilt seit Tag eins die eiserne Regel: Kompromisslose Hygiene steht immer an allererster Stelle. Da gibt es null Spielraum.
Frage: 15 Jahre Erfahrung in dieser schnelllebigen Szene sind eine echte Ansage. Da hast du wahrscheinlich schon jeden erdenklichen Trend kommen und krachend wieder gehen sehen. Was macht euer Handwerk dabei im Kern so besonders und vor allem sicher?
Adam: Ehrliche Antwort? Wir machen schlichtweg keine Kompromisse beim Material. Uns ist es einfach wichtig, dass wir ausschließlich Titan-Schmuck für den Ersteinsatz nutzen, also kein billiges Nickel-Zeug aus dem Internet, das sich nach zwei Wochen dramatisch entzündet. Und noch ein ganz wichtiger Punkt: Wir stechen traditionell mit der Nadel, also gibt es bei uns kein Schießen, keine Pistolen. Die Nadel ist gewebeschonender und der Stich ist präziser. Das heißt auch, dass die Wunde im Nachgang einfach besser heilt. Viele Neukunden sind beim ersten Mal total überrascht, dass sich unsere Preise immer inklusive Titan-Schmuck und der kompletten, engmaschigen Nachsorge verstehen (lacht), da gibt es am Ende keine versteckten Kosten an der Kasse. Das schafft Vertrauen.
Frage: Wenn man sich die nackten Zahlen eures Werdegangs ansieht, wird einem als Außenstehender ohnehin fast ein bisschen schwindelig. Stimmen diese Dimensionen wirklich?
Adam: (lacht) Ja, wenn man es laut ausspricht, klingen diese Zahlen fast absurd. Aber es ist die Realität, auf die wir enorm stolz sind. Wir haben mittlerweile weit über 100.000 gestochene Piercings auf dem Buckel. Und bei den Kollegen drüben sind es über 50.000 Tattoos. Das sind sehr große Zahlen, die eindrucksvoll zeigen, was hier über die Jahre an echtem Handwerk passiert ist. Das ist ein gigantischer Erfahrungsschatz. Man entwickelt über die Zeit einfach ein völlig blindes Verständnis für die Beschaffenheit der Haut und die Anatomie jedes einzelnen Kunden.
Frage: Lass uns kurz über Most Wanted Tattoo & Piercing Studio sprechen. Der Name ist in der Szene ja ziemlich bekannt. Was genau passiert bei euch an den Nadeln?
Adam: Drüben geht es tief unter die Haut, und zwar mit exakt denselben Qualitätsansprüchen. Auch dort greifen unsere 15 Jahre Erfahrung. Wir decken bei Most Wanted wirklich alle Stilrichtungen ab. Egal, ob jemand mit einer extrem ausgefallenen Idee für einen Micro-Realismus kommt – was handwerklich wirklich die absolute Königsdisziplin ist – oder diese feinen, filigranen neuen Trends wie Fineline-Tattoos sucht. Unsere Artists setzen das punktgenau um. Und ein riesiges Thema aktuell: Cover-up. Wenn die Jugendsünde auf dem Schulterblatt aus den frühen Zweitausendern irgendwann doch massiv stört, zaubern wir da etwas völlig Neues, Atemberaubendes darüber.
Frage: Der Name Beautyrella kommt ja nun nicht von ungefähr. Ihr macht in eurem Studio noch deutlich mehr als „nur“ Piercings, richtig?
Adam: Völlig richtig. Wir haben über die Jahre gemerkt, dass unsere Kunden dieses ganzheitliche Konzept unfassbar lieben. Manchmal willst du dir einfach von Kopf bis Fuß etwas Gutes tun. Deshalb bieten wir bei Beautyrella zusätzlich verschiedene Beauty-Dienstleistungen an. Das fängt bei einem tiefenreinigenden Hydra Facial an – was gerade im Großstadt-Smog ein echter Gamechanger für die Poren ist – und reicht über apparative Kosmetik bis hin zu Wimpern- und Augenbrauen-Stylings. Wer sich da mal einen genauen Überblick verschaffen will, findet unsere kompletten Beautyrella-Treatments direkt online. Du kannst bei uns also nicht nur mit einem makellosen neuen Piercing, sondern auch mit einem extrem frischen, strahlenden Glow im Gesicht wieder auf die Straße treten.
Fazit
Spontanität muss also absolut nicht leichtsinnig enden, vorausgesetzt, du begibst dich in die Hände von echten Routiniers. Adam, herzlichen Dank für diese ungeschönten Einblicke in deinen Studio-Alltag!